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von Hobby & Freizeit


Privates Zentrum für Hobby & Freizeit
Name: Privates Zentrum für Hobby & Freizeit
Verkehrsanbindung: Pkw mit Privatparkplatz vor der Tür
Ausstattung: 7 Tische 28 Stühle sowie Geschirr, Gläser, und Bestecke für 24
Personen, Kühlschrank, Kaffeemaschine mit 2 Thermoskannen,
5 Liter Warmwasserspeicher.
Stellmöglichkeiten für warme und kalte Speisen sowie
Getränke.
Extras: Abspielmöglichkeiten für mitgebrachte Musikstücke oder Filme
über Beamer oder Verstärker (auf Anfrage)
Nutzbar für: 24 Personen (max 28)
Nutzbare Zeiten: nach Absprache
Adresse: Jahnstrasse 142, 59192 Bergkamen
Kontakt: Tel.: 02306-80093
Allgemeines: Wir liefern keine Speisen und Getränke (Auf Wunsch sind wir
aber behilflich bei der Organisation) Ein Partyservice ist im
Gebäude nebenan.
In allen Räumen ist Rauchverbot
www.hobbytechnik@googlemail.com
Hobby & Freizeit beteiligt sich auch aktiv an anderen Projekten wie zum Beispiel am Heiler Spritzenhaus oder dem Dorffest, Weihnachtsmarkt und der Müllentsorgung in unserem Ortsteil usw.
Die nachfolgenden Bilder geben einen kleinen Überblick über Räume und Ausrüstung










Unsere Stadt Bergkamen wird sich in der Zeit vom 15. bis 21. August 2010 vorstellen.
Der nachfolgende Beitrag über Bergkamen wurde mir von meinem Funkfreund DK5DJ Detlef zur Verfügung gestellt.
Bergkamener Ansichtssachen
Von Detlef Klang DK5DJ
Am 28.08.2010 leider viel zu früh verstorben
Bergkamen – eine Stadt an der nördlichen Kante des Ruhrgebietes, der künstliche Zusammenschluss mehrerer Dörfer – die Entstehung ist eindrucksvoll dokumentiert im Stadtmuseum in Oberaden.
„Du wohnst immer noch in Bergkamen?“, erstaunte sich vor nicht allzu langer Zeit ein ehemaliger Mitschüler bei einem Klassentreffen. „Eine Stadt ohne Tradition, ohne Flair, ohne Charme, viele Ausländer, viele Arbeitslose – nichts für mich“, so meinte er.
Ich wohne immer noch in Bergkamen, oder besser gesagt: Ich wohne wieder hier, nach beruflichen Aufenthalten in beschaulicher holländischer Grenzidylle, Bodenständigkeit der Soester Börde, unglaublicher kanadischer Weite und paradiesähnlicher sardinischer Schönheit. Ich gebe es sofort zu: Bergkamen kann es nicht aufnehmen mit nicht enden wollenden Weizenfeldern mit „Manitoba Number One“ und den mediterranen Stränden und Buchten von Porto Cervo, aber – hier in Bergkamen bin ich aufgewachsen und mit den Leuten und ihren Gewohnheiten verwachsen.
Das Bergkamen meiner Kindheit – das waren im Sommer die Sonntagsspaziergänge mit meinen Eltern zum Kanal, vorbei an den Chemischen Werken und an Lehrer Markerts Haus mitten im Wald, vorbei an Bombentrichtern und über die Anrufschranke bis zu den Trümmerresten der zerstörten Kanalbrücke. Das Bergkamen meiner Kindheit war im Winter Schlittenfahren dort, wo sich heute der Wohnturm befindet und die viel zu heiße Luft in der Küche vom bollernden Kohleofen.
Das Bergkamen meiner Jugend waren Max von der Grüns „Irrlicht und Feuer“, Wolfgang Frägers Konservendose, auch eine Nächte lange Diskussion mit Hans Henning Claer über sein Buch „Laß jucken, Kumpel“ und den vom Autor unterstellten sozialkritischen Ansatz. Und im Winter in der Küche bollerte immer noch der Kohleofen. In ihm wurde verheizt, was die Väter um uns herum zu Tage gefördert hatten.
Mein Großvater war „auf Zeche“, mein Vater war „auf Zeche“, und rings um uns herum wohnten der Kauenwärter, der Anschläger unter Tage, Gustav „vonne Lampenstube“ und Hans aus der Elektrowerkstatt. Immer lag irgendwo in unserer Siedlung ein Kohlen- oder Kokshaufen vor der Tür, der noch eingeschaufelt werden musste. Und immer wieder stöhnte meine Mutter über die verrußten Fensterbänke oder über die Wäsche, die schon auf der Leine wieder schmutzig wurde.
Die Zeche – Grimberg, Kuckuck, Haus Aden – war jeden Tag Gespräch; wer arbeiten ging, ging „aufn Pegel“ oder „nachn Pütt“. Geld hatte niemand im Überfluss, aber jeder hatte in der Nachbarschaft den Kumpel, der sich im Kabel ziehen, Rohre legen oder Mauern auskannte. Man half sich gegenseitig. Und als die Waschkaue renoviert wurde, bauten auf einmal alle ihr Badezimmer und hatten bei der Auswahl der hübschen hellgelblichen Fliesen rein zufällige genau den Geschmack dieser neuen Kaue getroffen. In fast jedem Werkzeugkeller stand „Monopol“ auf Schraubenschlüsseln und Pumpenzangen. Auch bei uns.
Als in unserer Siedlung die ersten Zentralheizungen mit Flüssiggastanks angelegt wurden, schloss die erste Zeche, man schulte um, ging zu Schering oder in die Anpassung. Mein Vater ging zur Steag. Ich arbeitete in den Semesterferien bei Deilmann-Haniel. Und nach dem Studium ging ich auch. Weg von Bergkamen an mancherlei Orte. Überall war es auf eigene Weise schön, reizvoller als in Bergkamen, mehr Kultur, mehr Landschaft, mehr Weite. Aber es war niemals Heimat!
Und nun bin ich wieder hier. Zurück im Haus meiner Eltern und meiner Kindheit. Und ich gehe manchmal die alten Wege und zeige meinen Kindern die Reste von Grimberg und Kuckuck. Ich erzähle ihnen von meinen damaligen Spielkameraden und wer in unserer Nachbarschaft gewohnt hat. Ich zeige ihnen das Ehrenmal auf dem alten Weddinghofener Friedhof, und sie können sich kaum vorstellen, wie man hunderte von Metern unter der Erde arbeiten kann. Können sich nicht vorstellen, das so viele Väter Staublunge hatten und wundern sich, dass die Männer auf den alten Fotos mit 60 Jahren schon so alt aussahen. Und Ruß auf den Fensterbänken? Man muss mit den Kindern schon zur Zeche Zollern fahren, um ihnen einen Eindruck vom Berufsleben eines Bergmanns zu geben, das vor 20 Jahren hier noch die Familien wesentlich prägte.
Was ich ihnen nicht mehr vermitteln kann, ist die damalige Lebensart, die gegenseitige Hilfe „für en Püllken Bier“, die einfache, derbe, aber ehrliche und nicht nachtragende Umgangssprache. Wenn ich zu meinen Kindern davon spreche auf unseren Sonntagsspaziergängen, dann wirken auf mich manche Dinge, die noch existieren, wie Denkmäler. Da erinnert mich ein Bombentrichter an die einfache und bescheidene Lebensführung in meiner Kindheit, und die Seilscheibe vor dem Rathaus verbinde ich mit den Anfängen von Luxus in unserem Haus in Form von Fernseher und Telefon. Die Skulpturen von Lothar Kampmann sind für mich die ersten anspruchsvollen Ansätze von Kultur in Bergkamen und das Gymnasium mit dem damaligen Direktor Karl Jüdes und Horst Römers Bachkreis stehen für die Betonung von Bildung und Initiierung von Musikkultur inmitten einer von harter Arbeit geprägten Bergmannswelt.
Zwei meiner Denkmäler sind am 3.Juli auf dem ehemaligen Zechengelände
von „Haus Aden“ gesprengt worden. Auf der gegenüberliegenden Kanalseite hatten
sich Hunderte von Menschen eingefunden, und viele von ihnen hatten auf dieser
Zeche gearbeitet. Vor der Sprengung hat auch unsere Contestgruppe auf der
Bergehalde die Mikrophone aus der Hand gelegt und den Contest vorzeitig beendet.
Noch einmal sahen wir uns die Restbestände der ehe-maligen Zeche an. Um 15 Uhr
fielen ein Förderturm und der Funkturm der STEAG.

Viele ehemalige Bergleute hatten Tränen in den Augen. So auch Albert aus unserer Siedlung, der mit seinen achtzig Jahren noch oben auf die Halde gekommen war, um sich die Sprengung anzusehen. 40 Jahre Bergmann war er gewesen, davon die Hälfte als Hauer unter Tage. Er sagte: „Da ist gerade auch ein Stück meines Lebens gefallen“. Ich sagte: „Komm, trink dir ersma en Püllken Bier, dann gehts schon wieder.“ „Jau“, sagt er, muss ja“. Und dann blickt er in die Leere und rückt sich innerlich zurecht und sagt auf einmal: „Weisse, dat iss ja irgenzwie schon komisch: Da hasse dir da unten vor Ort die Lunge kaputtgemacht, und gezz stehsse hier oben auffe Halde auf den ganzen Abraum und hass en Blick inne Weite, der für de Erhohlung und de Gesundheit das Beste iss, wasse dir vorstelln kannz. Da ham wa mit unsere Klopperei inne Strebe doch wat Gutes geschaffen für de Leute, auch wennze da früher nich im Traum dran gedacht hass.“ „Und“, sagte er dann nach einer Weile, „wennzess richtich siehs, dann war dat doch alles Scheiße. Nich nur dat mitte Gesundheit. Hattesse Morgenschicht, dann gings ja noch. Dann konnze nachmittachs einkaufen oder im Gatten gehen, hattesse Mittachschicht, wusstesse nicht, watte mittn Morgen machen solltes und der Tach war im Aasch, hattesse Nachtschicht, konntesse nich pennen, weil de Blagen son Krach machten. Da wurdze mitte Zeit ganz rappelich, und auf de Dauer gingsse dran kaputt. Nää, lass man, iss ganz gut, dasse dat hier alles kaputtkloppn, da weiß ich auch, dat unsere Enkel hier nicht mehr hin müssen füre Maloche. Gezz sindze aabeitslos, abba dat iss imma noch bessa als de Silikose und de kaputtn Knochn.“

Ich habe da noch eine kleine Weile gestanden und gedacht: Wie sich doch vieles wiederholt! In meiner Kindheit hatten die Leute wenig Geld und sich gegenseitig geholfen mit ihren jeweiligen Fähigkeiten und Möglichkeiten. Dann ging es ihnen eine Zeit lang finanziell gut, und nun haben sie wieder wenig Geld und die Kungelei und das Kompensieren fängt wieder von vorn an. Vielleicht erinnert man sich ja jetzt auch wieder mehr an die früher gelebte bergmännische Solidarität, und es erwacht wieder etwas von der damaligen gegenseitigen Hilfsbereitschaft. Sie würde neue Verbundenheit schaffen in einer Region und in dieser Stadt, die in den letzten Jahrzehnten zwar ihren äußerlichen Verbund gefestigt hat, aber innerlich durch die gesellschaftlichen und arbeitsmäßigen Bedingungen bis an die Grenze des Erträglichen zerrissen wurde.
Für mich war die Sprengung des Förderturmes eine symbolträchtige Aktion: Sie setzte unwiderruflich einen Schlusspunkt unter die Ära des Bergbaus in Bergkamen. Aber sie machte kein Ende mit dem sprichwörtlichen bergmännischen Zusammengehörigkeitsgefühl, sondern im Gegenteil, sie beschreibt – so hoffe ich überzeugt – seinen Neubeginn. Mit neuen Einwohnern aus mancher Herren Ländern und mit neuen Lebens- und Berufsbeschreibungen, aber mit altem Inhalt und Gehalt.
Vor ein paar Tagen klingelte unser neu zugezogene türkische Nachbar an unserer Haustür: „Kannze mir ma deinen Rasenmäher leihen?“, fragte er. „Im nächsten Jahr kauf ich mir selbst einen, aber in diesem Jahr geht das noch nich.“ „Klar“, sagte ich, „kannze für mich nächste Woche die Mülltonne rausstellen“, wir wollen in Urlaub fahren.“ „Klar“, sagte er, „mach ich. Ich pass dann ma auf, dass keiner deine Bude klaut.“
Wächst da vielleicht Neues heran? Kommt da wieder altes urtümliches Solidarverhalten neu zum Vorschein? Vielleicht!
Darum will ich von Bergkamen nicht mehr weg: Bergkamen kann exemplarisch werden für neue positive gesellschaftliche Bezüge, und die will ich hier miterleben. Bergkamen – ein Anwendungsfall neuer Integrationsbildung „von unten“? Es ist möglich.
Hobby & Freizeit (aktiv für Kulturhauptstadt 2010)
Hobby & Freizeit beteiligt sich aktiv bei der Restaurierung des Heiler Spritzenhauses im alten Dorf. DVD über den gesamten Umbau bei H&F erhältlich
Am 11.11.2006 wurde zunächst mit dem Abriss begonnen.

Bild oben und unten zeigt das Spritzenhaus am 11.11.2006

Das Richtfest am 28.07.2007

Noch 17 Tage bis zum Heiler Dorffest (am 30.05.2010)

Der Schlauchturm mit Storchen-Nest und Storch